Farbcodes barrierefrei wählen: Worauf es ankommt
Das Wichtigste vorweg: Barrierefreie Farbwahl sorgt dafür, dass Inhalte für möglichst viele Menschen gut lesbar und unterscheidbar bleiben.
Warum Kontrast entscheidend ist
Ausreichender Helligkeitskontrast zwischen Text- und Hintergrundfarbe ist die wichtigste Voraussetzung für Lesbarkeit, besonders bei kleiner Schrift. Die WCAG-Richtlinien empfehlen ein Mindestkontrastverhältnis von 4,5 zu 1 für normalen Fließtext.
Farbfehlsichtigkeit mitdenken
Ein relevanter Teil der Bevölkerung hat eine Form der Farbfehlsichtigkeit, am häufigsten die Rot-Grün-Schwäche. Wichtige Informationen sollten daher nie ausschließlich über die Farbe Rot versus Grün unterschieden werden, etwa bei Fehler- und Erfolgsmeldungen.
Zusätzliche Unterscheidungsmerkmale nutzen
Neben Farbe helfen Symbole, Muster, Beschriftungen oder unterschiedliche Formen dabei, Informationen auch ohne exakte Farbunterscheidung verständlich zu machen.
Kontrast vorab prüfen
Vor dem endgültigen Einsatz einer Farbkombination lohnt sich eine Prüfung des Kontrastverhältnisses mit einem Kontrastrechner, um sicherzustellen, dass die gewählten Farbcodes den gängigen Barrierefreiheitsstandards entsprechen.
Ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5 zu 1 gilt nach WCAG als Mindeststandard für lesbaren Fließtext.
Häufige Fragen
Rund um dieses Thema tauchen immer wieder dieselben Fragen auf.
Was bedeutet der Hex-Code einer Farbe?
Der Hex-Code ist eine sechsstellige Zeichenfolge, die die Rot-, Grün- und Blauanteile einer Farbe hexadezimal codiert, meist mit vorangestelltem Rautezeichen wie #FF5733.
Was ist der Unterschied zwischen Sättigung und Helligkeit?
Die Sättigung beschreibt, wie rein oder blass ein Farbton wirkt, die Helligkeit, wie hell oder dunkel er erscheint. Beide Werte lassen sich im HSL-Modell unabhängig voneinander einstellen.
Was ist eine Komplementärfarbe?
Die Komplementärfarbe liegt im Farbkreis genau gegenüber einer Farbe, etwa Orange zu Blau. Komplementärpaare erzeugen den stärksten visuellen Kontrast.