Komplementärfarben finden: So geht's richtig
In einem Satz: Komplementärfarben lassen sich systematisch über den Farbkreis bestimmen und gezielt für starke Kontraste einsetzen.
Das Prinzip des Farbkreises
Im klassischen Farbkreis liegen sich Komplementärfarben exakt gegenüber, in einem Winkel von 180 Grad. Rot und Grün, Blau und Orange sowie Gelb und Violett sind die bekanntesten Komplementärpaare.
Komplementärfarben rechnerisch bestimmen
Im HSL-Farbmodell lässt sich die Komplementärfarbe einfach berechnen, indem zum Farbton-Wert (Hue) 180 Grad addiert werden, während Sättigung und Helligkeit unverändert bleiben.
Wann Komplementärkontraste sinnvoll sind
Starke Komplementärkontraste eignen sich gut, um einzelne Elemente hervorzuheben, etwa Call-to-Action-Buttons auf einer Website. Für großflächige Anwendung wirken sie schnell überreizend und sollten dosiert eingesetzt werden.
Split-Komplementär als sanftere Alternative
Wer den vollen Kontrast abmildern möchte, kann statt der exakten Komplementärfarbe die beiden benachbarten Töne der Komplementärfarbe wählen. Diese Split-Komplementär-Technik erzeugt weiterhin spannungsvollen Kontrast, wirkt aber weniger hart.
Bei RAL-Farben bleibt der physische Farbfächer die verbindliche Referenz, Bildschirmwerte sind nur Näherungen.
Häufige Fragen
Diese Fragen erreichen uns dazu besonders oft.
Wofür steht das K in CMYK?
Das K steht für Key, gemeint ist die Schwarzkomponente. Schwarz wird separat hinzugefügt, weil das Mischen von Cyan, Magenta und Gelb allein meist kein sattes Schwarz ergibt.
Was ist der Unterschied zwischen Pastellfarben und Neonfarben?
Pastellfarben haben eine niedrige Sättigung und hohe Helligkeit, wirken also zart und aufgehellt. Neonfarben haben eine sehr hohe Sättigung und wirken dadurch besonders kräftig und leuchtend.
Was ist eine Komplementärfarbe?
Die Komplementärfarbe liegt im Farbkreis genau gegenüber einer Farbe, etwa Orange zu Blau. Komplementärpaare erzeugen den stärksten visuellen Kontrast.