Was ist eine RAL-Farbe und wofür wird sie verwendet?
Das Wichtigste vorweg: RAL-Farben sind ein deutsches Standardsystem zur eindeutigen Bezeichnung von Farbtönen, vor allem im Bauwesen.
Ursprung des RAL-Systems
Das RAL-Farbsystem wurde 1927 in Deutschland eingeführt, um Farben für Industrie, Handwerk und Bauwesen eindeutig und herstellerunabhängig zu definieren. RAL steht für Reichsausschuss für Lieferbedingungen, den historischen Namen der damals zuständigen Institution.
Wie RAL-Farben benannt sind
Jede RAL-Farbe trägt eine vierstellige Nummer sowie einen beschreibenden Namen, etwa RAL 5010 Enzianblau oder RAL 9016 Verkehrsweiß. Die Nummerierung ist nach Farbfamilien grob sortiert, beginnend bei den Gelbtönen (RAL 1000er) bis zu den Weißtönen (RAL 9000er).
Wofür RAL-Farben typischerweise verwendet werden
RAL-Farben sind der Standard für Fassadenfarben, Fensterrahmen, Metalllackierungen, Verkehrszeichen und viele Industrieprodukte. Handwerksbetriebe und Baumärkte beziehen sich bei Farbwünschen häufig direkt auf RAL-Nummern.
Warum der physische Farbfächer maßgeblich bleibt
Da Bildschirme und Drucker Farben nie hundertprozentig identisch wiedergeben, bleibt der offizielle physische RAL-Farbfächer die verbindliche Referenz. Online dargestellte RAL-Hexwerte, auch auf dieser Seite, sind stets nur Näherungswerte für die Bildschirmvorschau.
Für den Druck zählt der CMYK-Wert, für Bildschirmanwendungen der RGB- beziehungsweise Hex-Wert.
Häufige Fragen
Was Nutzer dazu am häufigsten fragen.
Was ist eine Komplementärfarbe?
Die Komplementärfarbe liegt im Farbkreis genau gegenüber einer Farbe, etwa Orange zu Blau. Komplementärpaare erzeugen den stärksten visuellen Kontrast.
Was ist additive Farbmischung?
Bei der additiven Farbmischung werden Lichtstrahlen überlagert, wobei die Mischung heller wird. Rot, Grün und Blau ergeben bei voller Überlagerung Weiß, wie es Bildschirme nutzen.
Was ist HSL und wofür wird es verwendet?
HSL steht für Hue (Farbton), Saturation (Sättigung) und Lightness (Helligkeit) und beschreibt eine Farbe intuitiver als RGB, da sich Helligkeit und Sättigung unabhängig vom Farbton anpassen lassen.